Publikationen - 12.03.2026 - 08:00
In einer Zeit, die von Klimakrisen, technologischen Umbrüchen und politischen Spannungen geprägt ist, plädiert Eilenberger für einen Neustart des philosophischen Denkens. Sein Buch versteht sich als Wegweiser in einer Epoche wachsender Orientierungslosigkeit und zugleich als Erinnerung daran, dass Philosophie gerade in Zeiten der Unsicherheit ihre besondere Bedeutung entfaltet.
Philosophie, so seine zentrale These, darf sich nicht auf akademische Systeme oder abstrakte Theorien beschränken. Eilenberger versteht sie vielmehr als eine lebendige Praxis des Denkens und als Form kritischer Selbstreflexion, die Orientierung im Hier und Jetzt ermöglicht.
Das Buch führt durch zentrale Traditionen der Philosophie, von Sokrates über Immanuel Kant bis zu Michel Foucault und Theodor W. Adorno, und fragt, was ihr Denken für unsere Gegenwart bedeuten kann. Philosophie erscheint dabei nicht als abgeschlossenes System, sondern als eine Haltung geistiger Wachsamkeit. Sie diagnostiziert die Probleme ihrer Zeit, stellt Gewissheiten infrage und eröffnet neue Perspektiven auf gesellschaftliche Entwicklungen.
Erste Rezensionen würdigen das Buch als eindringlichen Aufruf zum eigenständigen Denken. Die Veröffentlichung der dänischen Übersetzung des Werkes wird kommende Woche mit Buchpremieren in Kopenhagen und Aarhus gefeiert. Dort wird Wolfram Eilenberger im Gespräch mit dem dänischen Philosophen Svend Brinkmann über zentrale Fragen des philosophischen Denkens unserer Zeit diskutieren.
Im Namen des St.Gallen Collegiums laden wir alle Interessierten herzlich zur Buchpremiere in St.Gallen ein. Am 18. März 2026 diskutiert Wolfram Eilenberger im SQUARE, moderiert von Claudia Brühwiler, gemeinsam mit Christine Abbt und Michael Festl mögliche Ausgänge aus unserer selbstverschuldeten Unmündigkeit.
