Publikationen - 13.04.2026 - 08:00
Unser Michael Hilti Fellow Arpad Szakolczai äussert sich in einem Beitrag im Irish Examiner zur jüngsten politischen Entwicklung in Ungarn und analysiert die Hintergründe der Wahlniederlage von Viktor Orbán.
Im Interview führt Szakolczai die Niederlage der langjährigen Regierung insbesondere auf drei Faktoren zurück: Korruption, Arroganz und autoritäre Tendenzen. Diese hätten über Jahre hinweg zu wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt und letztlich den Wunsch nach politischem Wandel gestärkt.
Zugleich betont er, dass die Wahlentscheidung primär durch innenpolitische Dynamiken geprägt gewesen sei. Versuche, die Aufmerksamkeit auf internationale Themen zu lenken, hätten aus Sicht der Wählerinnen und Wähler nicht überzeugt. Vielmehr sei entscheidend gewesen, wie die Regierung im Inneren agiert habe.
Mit Blick auf die politische Zukunft Ungarns erwartet Szakolczai keinen radikalen Bruch, sondern eher eine Weiterentwicklung bestehender politischer Grundlinien, jedoch ohne die als problematisch wahrgenommenen Regierungspraktiken der vergangenen Jahre.
Es freut uns zu sehen, wie unsere Fellows ihre Expertise in internationale Medien einbringen und aktuelle politische Entwicklungen aus wissenschaftlicher Perspektive einordnen.
Zum vollständigen Artikel: Irish Examiner - Viktor Orbán's defeat due to arrogance and corruption, says Hungarian professor in UCC
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